Ein Schweizer Beitrag zur Sicherheit auf See

Artikel von Ronald Schenkel

Gegenwärtig sind im Schweizer Schiffsregister 24 Schiffe mit rund einer Million Tonnen Tragfähigkeit (tons deadweight, tdw) eingetragen. «Damit bewegen wir uns an der unteren Grenze des Volumens, dessen eine sichere Landesversorgung im Krisenfall bedürfte», meint Hulliger. Das Register dürfte also gern noch wachsen. Potenzial dazu gäbe es; im Besitz von Schweizer Reedern oder Schiffsmanagement-Gesellschaften sind 230 Schiffe mit 6,5 Millionen tdw (Stand 1. 1. 2001). Damit nimmt die Schweiz den 22. Platz in der Reihe der führenden Seefahrtsnationen ein. Bei den Containerschiff-Flotten rangiert die Schweiz gar auf Platz 11. Die meisten Einheiten sind jedoch in offenen Schiffsregistern eingetragen. Dass all diese Schiffe ins Schweizer Schiffsregister wechseln, scheint illusorisch. «Wenn wir eine Bürgschaft gewähren, erwägen wir immer den Nutzen für die Landesversorgung», erklärt Hulliger. Kleinere Mehrzweck- oder allenfalls Containerschiffe werden bevorzugt. Für Öltanker hat man wenig Verwendung, und auch gegenüber Grosscontainerschiffen, von denen sich die Reeder grössere Profite versprechen, gibt man sich zurückhaltend. «Am Ende ist es eine Güterabwägung», meint Hulliger, «zwischen den Interessen des Landes und jenen der Reeder.» Denn deren wirtschaftliche Bedürfnisse lassen sich ebenfalls nicht ignorieren, gäbe es doch ohne sie überhaupt keine Hochseehandelsflotte unter Schweizer Flagge.


Wir danken Roland Schenkel , der uns diesen Artikel kostenlos zur Verfügung stellte
Team Swiss-Ships.

Anmerkung: Mittlerweile sind es 26 Schiffe mit über einer Million dwt (Stand 19.7.2002)

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